15. Februar 2025

Politikwissenschaftler Prof. Dr. Heinemann-Grüder zu Beziehungen zwischen USA und Ukraine Politikwissenschaftler Prof. Dr. Heinemann-Grüder zu Beziehungen zwischen USA und Ukraine

Die internationalen Beziehungen und geopolitischen Strategien von Großmächten sind seit jeher ein zentrales Thema der politischen Analyse. Besonders im Kontext des Ukraine-Konflikts haben sich die Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine als besonders komplex und dynamisch erwiesen. Während der Konflikt in der Ukraine weiterhin die europäische Sicherheit und die internationale Ordnung herausfordert, spielt die Rolle der Vereinigten Staaten eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung der Ukraine und der Gestaltung der westlichen Antwort auf die russische Aggression. Politikwissenschaftler Prof. Heinemann-Grüder bietet tiefere Einblicke in die strategischen Überlegungen und die langfristigen Implikationen dieser Beziehung.

Politikwissenschaftler Prof. Heinemann-Grüder zu Beziehungen zwischen USA und Ukraine
Politikwissenschaftler Prof. Heinemann-Grüder zu Beziehungen zwischen USA und Ukraine © Phoenix
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In einem Interview bei Phoenix erklärt Politikwissenschaftler Prof. Heinemann-Grüder, dass sowohl die USA als auch Deutschland in der Ukraine-Krise eine zentrale Rolle spielen, jedoch mit unterschiedlichen politischen Ansätzen. Prof. Heinemann-Grüder hebt hervor, dass Deutschland zwar Unterstützung für die Ukraine leistete, jedoch diese Hilfe oft darauf abzielte, den Krieg zu verlangsamen und nicht zu beenden. Deutschland habe sich mit einer vorsichtigen Haltung gegenüber militärischen Eskalationen in der Region zurückgehalten, was die Ukraine daran hinderte, den Krieg schneller zu gewinnen. Im Vergleich dazu beschreibt Prof. Heinemann-Grüder, wie die USA unter Donald Trump eine Politik verfolgten, die die westliche Wertegemeinschaft infrage stellte und damit das Vertrauen der europäischen Verbündeten schwächte. Trump, so der Politikwissenschaftler, sei sich offenbar nicht bewusst gewesen, wie stark seine Politik den internationalen Ruf der USA beschädigte. Diese Entwicklung führte dazu, dass viele Staaten das Gefühl hatten, die USA seien nicht mehr ein verlässlicher Partner in der westlichen Wertegemeinschaft, insbesondere im Hinblick auf den Ukraine-Konflikt. Prof. Heinemann-Grüder erklärt weiter, dass diese Divergenzen in der westlichen Reaktion auf Russland und den Ukraine-Konflikt eine neue geopolitische Realität geschaffen haben, in der die USA und Deutschland unterschiedliche Strategien verfolgen, aber dennoch gemeinsam gegen die russische Aggression auftreten müssen.

Prof. Dr. Andreas Heinemann-Grüder 2ist Senior Fellow beim CASSIS und außerplanmäßiger Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bonn. Seine Forschungsschwerpunkte sind Politik und Konflikte im postsowjetischen Raum, vergleichender Föderalismus, das Wiederaufleben des Autoritarismus und gewaltsame politische Krisen mit irregulären bewaffneten Gruppen.

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