In dem Gespräch analysiert Volker Kronenberg die Bedeutung des Wahlergebnisses und die politische Lage in Deutschland. Er erklärt, dass die Union zwar als klare Wahlsiegerin hervorgegangen ist, jedoch vor der Herausforderung steht, ihre Versprechungen eines Politikwechsels umzusetzen – insbesondere in einer Koalition mit Teilen der alten Regierung. Kronenberg sieht die Forderung nach einem Politikwechsel sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene als klar erkennbar, warnt jedoch vor den Schwierigkeiten, diese Erwartungen zu erfüllen.
Zu den Problemen der SPD erklärt Kronenberg, dass die Partei durch externe und interne Konflikte sowie eine unzureichende Reaktion auf die drängendsten Themen wie die Migration gescheitert sei. Auch die Führung von Olaf Scholz wird kritisch hinterfragt: Er sei nie die charismatische Figur gewesen, die das Vertrauen der Bevölkerung gewonnen habe. Darüber hinaus bemängelt Kronenberg, dass der Wahlkampf zwar traditionell geführt wurde, aber es an zukunftsweisenden Ideen und konkreten Antworten auf die drängenden Fragen der Zeit mangelte.
Schließlich geht Kronenberg auf das überraschende Wahlergebnis der AfD ein. Er betrachtet den Anstieg der Partei als Weckruf für die etablierte Politik, insbesondere in Bezug auf die Migrationspolitik. In einem abschließenden Ausblick auf die Regierungsbildung zeigt sich Kronenberg pessimistisch, was die Schnelligkeit einer neuen Koalitionsbildung betrifft, und weist auf die komplexen Verhandlungen hin, die bevorstehen.